Virtueller Rundgang für Hotels und Ferienwohnungen: Was Gäste sehen wollen, bevor sie buchen

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Virtueller Rundgang für Hotels und Ferienwohnungen: Was Gäste sehen wollen, bevor sie buchen

Sonntagabend, Sofa, Handy in der Hand. Ein Paar plant ein langes Wochenende im Münsterland: zwei Nächte, die Räder kommen mit, vielleicht ein Stück der 100-Schlösser-Route. Drei Unterkünfte sind in der engeren Wahl. Alle haben ein schönes Doppelzimmer, alle liegen gut, alle kosten ungefähr gleich viel.

Gebucht wird am Ende die, bei der man sich schon beim Durchklicken ein bisschen angekommen fühlt.

Genau dieses Gefühl kann ein virtueller Rundgang erzeugen. Und dazu gibt es inzwischen erstaunlich klare Zahlen.

Was Gäste sehen wollen, bevor sie buchen

Wie wichtig Bilder bei der Wahl einer Unterkunft sind, hat der Digitalverband Bitkom 2024 abgefragt. 92 Prozent derjenigen, die Unterkünfte online buchen, brauchen aussagekräftige Fotos, um sich zu entscheiden. Bilder sind also das Schaufenster, durch das fast jeder Gast schaut, bevor er sich festlegt. Und dieses Schaufenster liegt im Netz: 81 Prozent der Deutschen haben schon einmal eine Urlaubsunterkunft online gebucht.

Richtig spannend wird es, wenn sich die Bilder bewegen lassen. Google hat dazu ein einfaches Experiment gemacht: 1.201 Menschen, die gerade nach einem Hotel oder Restaurant gesucht hatten, sahen denselben Eintrag zweimal, einmal mit virtuellem Rundgang und einmal ohne. Mit Rundgang war das Interesse an einer Buchung doppelt so hoch. Die Studie stammt von 2015, als Rundgänge noch etwas Besonderes waren. Heute wischen wir täglich durch Videos und 360-Grad-Bilder. Die Erwartung, sich einen Ort vorher genau ansehen zu können, ist seitdem eher gewachsen.

Die Bitkom-Umfrage zeigt noch etwas: 78 Prozent lesen Online-Bewertungen mit Vorsicht. Gäste verlassen sich am liebsten auf das, was sie mit eigenen Augen sehen. Ein Rundgang gibt ihnen genau diese Möglichkeit, sich ihr eigenes Bild zu machen, im ganz wörtlichen Sinn.

Und es passt zu einer Entwicklung, über die sich Gastgeber freuen dürfen: Laut der europäischen Hotelvertriebsstudie von HOTREC wurden in Deutschland 2025 schon 13,9 Prozent aller Buchungen direkt über die Website des Hauses abgeschlossen. 2013 waren es 6,1 Prozent. Wer seinen Gästen auf der eigenen Seite am meisten zeigt, ist genau dort präsent, wo immer mehr von ihnen buchen.

Selbst durch die Tür gehen

Ein Foto ist wie eine Postkarte: Jemand anderes hat entschieden, was darauf zu sehen ist. Im Rundgang steht der Gast selbst in der Tür.

Er schaut nach links in die Kochnische und nach rechts ins Bad. Er geht ans Fenster und prüft, ob da wirklich die Pferdekoppel liegt, von der in der Beschreibung die Rede war. Er bleibt im Frühstücksraum stehen, so lange er mag, und vergleicht in Ruhe das Doppelzimmer mit der Suite. Aus einzelnen Bildern wird ein Ort, den man schon ein wenig kennt, bevor man ihn betritt.

Und weil ein Rundgang mehr kann als einen Rundumblick, lassen sich Geschichten hineinlegen. Ein Infopunkt am Kamin erzählt, wie alt das Haus ist. Ein Klick auf die Kaffeemaschine verrät, dass die Bohnen aus der Rösterei im Ort kommen. Und an der Rezeption begrüßt ein kurzes Video des Gastgebers die Besucher, noch bevor sie gebucht haben. So lernen Gäste auch die Menschen kennen, die hinter dem Haus stehen.

Fünf Ecken, die Gäste immer sehen wollen

Das Bad. Dusche oder Wanne, ebenerdig oder mit Stufe, Fenster oder nicht: Für viele ist es die erste Station im Rundgang.

Die Schlafplätze. Familien und Freundesgruppen wollen wissen, wer wo schläft und ob das Zustellbett wirklich noch hineinpasst.

Der Weg ins Haus. Stufen am Eingang, die Breite der Badtür, der Aufzug. Für Gäste mit Rollator oder Rollstuhl ist das die wichtigste Frage überhaupt, und im Rundgang beantworten sie sie selbst.

Der Fahrradraum. Das Münsterland ist Radland. Ein abschließbarer Raum mit Steckdose für das E-Bike gehört deshalb unbedingt in die Tour.

Die Räume für besondere Anlässe. Ob Tagung, Hochzeit oder 60. Geburtstag: Wer plant, sieht vorab, wo die lange Tafel steht und wie das Licht am Abend fällt.

Wo Gäste den Rundgang finden

Direkt neben dem Buchungsknopf. Auf der eigenen Website gehört der Rundgang zur Zimmerbeschreibung, mit einem „Zimmer ansehen“ gleich neben „Jetzt buchen“.

Dort, wo die Suche beginnt. Viele Gäste starten in Kartendiensten und Suchergebnissen. Auch dort kann Ihr Rundgang erscheinen. Wie das Ihre Sichtbarkeit vor Ort stärkt, lesen Sie im Artikel darüber, wie ein Rundgang Ihr lokales Ranking verbessert.

In der Antwort auf eine Anfrage. Statt zu beschreiben, wie groß das Familienzimmer ist, schicken Sie den Link. Das sagt mehr als jeder Absatz.

In der Buchungsbestätigung. Wo ist der Parkplatz, wo hängt der Schlüsselkasten, welche Tür ist die richtige? Gerade bei Ferienwohnungen ohne Rezeption kommen Gäste so entspannt an.

Bevor wir aufnehmen

Drei Dinge besprechen wir mit jedem Haus vorab:

  1. Welche Räume erzählen Ihre Geschichte? Oft reicht ein Zimmer pro Kategorie, dazu Eingang, Frühstücksraum und die Orte, die Ihr Haus besonders machen.
  2. Wann ist der beste Moment? Am schönsten vor der Saison, wenn alles frisch hergerichtet ist und keine Gäste im Bild sind.
  3. Wie bleibt der Rundgang aktuell? Nach einer Renovierung ziehen wir mit, damit Gäste genau das vorfinden, was sie gesehen haben.

Für welches Haus lohnt sich ein Rundgang?

Für jedes. Für die Pension mit vier Zimmern genauso wie für das Landhotel mit Tagungssaal und die Ferienwohnung unterm Dach. Ein Rundgang gibt Gästen das Gefühl, schon einmal da gewesen zu sein. Sie entdecken selbst, was ihnen wichtig ist, und reisen mit einer klaren Vorstellung an. Ein besserer Start in einen Aufenthalt, an den man sich gern erinnert, ist kaum denkbar.

Was ein Rundgang für Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen umfasst, zeigen wir auf der Seite Hotels und Ferienunterkünfte. Und wer seine Gäste auch auf dem Rad begleiten möchte, findet Ideen im Artikel Münsterland digital erleben.

Neugierig, wie Ihr Haus als Rundgang aussehen würde? In einem kurzen Gespräch finden wir heraus, welche Räume sich lohnen und wo der Rundgang seine Wirkung entfalten soll. Virtuelle Tour anfragen

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